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	<title>կարոտ [karot]</title>
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	<description>~ Melancholie. Sehnsucht nach etwas Unbekanntem, in seiner Abwesenheit wesentlich Existentem. ~</description>
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		<title>ich denk an dich &#8211; auf papier</title>
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		<pubDate>Sun, 22 Aug 2010 07:27:02 +0000</pubDate>
		<dc:creator>IsI</dc:creator>
				<category><![CDATA[lebens.wellen]]></category>

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		<description><![CDATA[ich denke an dich das soll
auf papier stehen in
deinen gedanken ein wenig
zerknittert als trägest du
einen kleingefalteten zettel
in deiner hosentasche um ihn
dann und wann herauszunehmen
und dich an den worten zu erfreuen
und ein bisschen wie eine einkaufsliste:
heute muss ich noch an dich denken
denn du tust es auch
steht hier geschrieben.
]]></description>
			<content:encoded><![CDATA[<p>ich denke an dich das soll<br />
auf papier stehen in<br />
deinen gedanken ein wenig<br />
zerknittert als trägest du<br />
einen kleingefalteten zettel<br />
in deiner hosentasche um ihn<br />
dann und wann herauszunehmen<br />
und dich an den worten zu erfreuen<br />
und ein bisschen wie eine einkaufsliste:<br />
heute muss ich noch an dich denken<br />
denn du tust es auch<br />
steht hier geschrieben.</p>
]]></content:encoded>
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		<title>abschiedsgeschenk</title>
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		<pubDate>Sun, 22 Aug 2010 07:25:04 +0000</pubDate>
		<dc:creator>IsI</dc:creator>
				<category><![CDATA[lebens.wellen]]></category>

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		<description><![CDATA[wir tranken von dem glück das du
uns dagelassen hast es schmeckte
nicht sonderlich intensiv mehr
ein nachklingen des einst gewesenen aber 
es war dein abschiedsgeschenk
du hattest es in weinrotes papier gewickelt und
für jeden von uns einen vers dazu geschrieben 
ich weiß noch wie schrecklich sie waren
stolprig und voll kitschiger kinderreime, verzeih
ich wollte einst dichter werden deshalb
dieser gedanke [...]]]></description>
			<content:encoded><![CDATA[<p>wir tranken von dem glück das du<br />
uns dagelassen hast es schmeckte<br />
nicht sonderlich intensiv mehr<br />
ein nachklingen des einst gewesenen aber </p>
<p>es war dein abschiedsgeschenk<br />
du hattest es in weinrotes papier gewickelt und<br />
für jeden von uns einen vers dazu geschrieben </p>
<p>ich weiß noch wie schrecklich sie waren<br />
stolprig und voll kitschiger kinderreime, verzeih<br />
ich wollte einst dichter werden deshalb<br />
dieser gedanke ich wollte dichter werden</p>
<p>wie ich auch barista und fotograf<br />
programmierer und konzeptionist<br />
werden wollte aber all das nur<br />
um den dichter am leben zu erhalten<br />
deshalb sagst du ich müsse mir vertrauen<br />
und ich antworte mit einem lächeln diesem<br />
falschen lächeln das ich nur benutze<br />
wenn nichts anderes möglich ist</p>
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		<title>kellner.ei</title>
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		<pubDate>Mon, 09 Aug 2010 13:40:15 +0000</pubDate>
		<dc:creator>IsI</dc:creator>
				<category><![CDATA[lebens.wellen]]></category>

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		<description><![CDATA[&#8222;Haben Sie einen Schlüssel für die Herrentoilette?&#8220;
&#8222;Nein, da ist dann jemand.&#8220;
&#8222;Oh.&#8220;
[Diese Frage stellen überhaupt NUR männliche Gäste]
Zwei Minuten später.
&#8222;Sagen Sie, geben Sie Schlüssel aus für das Herrenklo?&#8220;
[Derselbe]
]]></description>
			<content:encoded><![CDATA[<p>&#8222;Haben Sie einen Schlüssel für die Herrentoilette?&#8220;<br />
&#8222;Nein, da ist dann jemand.&#8220;<br />
&#8222;Oh.&#8220;<br />
[Diese Frage stellen überhaupt NUR männliche Gäste]</p>
<p><em>Zwei Minuten später.</em><br />
&#8222;Sagen Sie, geben Sie Schlüssel aus für das Herrenklo?&#8220;</p>
<p>[Derselbe]</p>
]]></content:encoded>
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		</item>
		<item>
		<title>koffein</title>
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		<pubDate>Sat, 07 Aug 2010 14:04:03 +0000</pubDate>
		<dc:creator>IsI</dc:creator>
				<category><![CDATA[lebens.wellen]]></category>

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		<description><![CDATA[der laptop liegt auf meinem schosz.
ich fange an zu zittern dabei hatte ich
lange nicht mehr gezittert zuletzt
zwischen einem provinzbahnhof und
berlin zoologischer garten: kurz
vor dem warten auf den abflug;
der rückflug dann war ein intermezzo
nicht der unruhe wert.
			erst später
zittere ich wieder es geht
ein bisschen um die zukunft um
das neue vielleicht oder
das flehentliche festhalten an einem
			so war es [...]]]></description>
			<content:encoded><![CDATA[<p>der laptop liegt auf meinem schosz.<br />
ich fange an zu zittern dabei hatte ich<br />
lange nicht mehr gezittert zuletzt<br />
zwischen einem provinzbahnhof und<br />
berlin zoologischer garten: kurz</p>
<p>vor dem warten auf den abflug;<br />
der rückflug dann war ein intermezzo<br />
nicht der unruhe wert.</p>
<p>			erst später<br />
zittere ich wieder es geht<br />
ein bisschen um die zukunft um<br />
das neue vielleicht oder<br />
das flehentliche festhalten an einem<br />
			so war es schön.</p>
<p>der rechte unterschenkel beginnt der fusz<br />
knickt ein<br />
und aus<br />
und ein<br />
dann der linke erst als der rechte schon<br />
wieder still geworden ist;</p>
<p>			mal sehen<br />
schreibe ich mir hinter die ohren<br />
schaun mer mal und bestelle<br />
einen doppio wie beruhigend<br />
wenn zittern<br />
aus koffein entspringt.</p>
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		</item>
		<item>
		<title>samstag (im nahverkehr)</title>
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		<comments>http://www.schwedenfeuer-kunst.de/blog/?p=1604#comments</comments>
		<pubDate>Sat, 07 Aug 2010 10:24:58 +0000</pubDate>
		<dc:creator>IsI</dc:creator>
				<category><![CDATA[lebens.wellen]]></category>

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		<description><![CDATA[das großmütterchen im bus (riecht nach alter frau
und setzt sich neben mich):
fallt nicht herunter da
die mutter (zwei sitze dahinter):
setzt euch hin
die kinder:
[nichts.]
der vater: hinsetzen (im inifinitiv)
setzt euch hin, die mutter.
die alte frau (umklammert ihre schwarze handtasche):
ihr müsst doch schauen, nicht?
die eltern:
sie hören nicht, sie hören nur einmal.
setzt euch hin!
		[nichts.]
der busfahrer (sieht wie nichts, nichts passiert, [...]]]></description>
			<content:encoded><![CDATA[<p>das großmütterchen im bus (riecht nach alter frau<br />
und setzt sich neben mich):<br />
fallt nicht herunter da<br />
die mutter (zwei sitze dahinter):<br />
setzt euch hin</p>
<p>die kinder:<br />
[nichts.]</p>
<p>der vater: hinsetzen (im inifinitiv)<br />
setzt euch hin, die mutter.</p>
<p>die alte frau (umklammert ihre schwarze handtasche):<br />
ihr müsst doch schauen, nicht?</p>
<p>die eltern:<br />
sie hören nicht, sie hören nur einmal.<br />
setzt euch hin!<br />
		[nichts.]</p>
<p>der busfahrer (sieht wie nichts, nichts passiert, sieht die welt<br />
im rückspiegel):<br />
haltet euch gut fest! hört ihr,<br />
ihr beiden? </p>
<p>der busfahrer bremst, die kinder halten sich<br />
fallen nicht herunter<br />
sitzen nicht. schauen aus dem fenster<br />
müssen doch was sehen:</p>
<p>die alte:<br />
er tobt wieder rum, bis er hinfällt. waschen und ins bett!</p>
<p>die mutter:<br />
er schläft nicht. </p>
<p>die alte zum schluss:<br />
fernseher an, dann schlafen se.</p>
]]></content:encoded>
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