Monatsarchiv für September 2007

Und der Glaube

Samstag, den 29. September 2007

Unlängst saß ein Mädchen auf der alten Bank. Der Spielplatz, dessen Rand sie zierte, war seit einigen Wochen gesperrt. Kinder verboten. So saß sie da, in ihrer Ruhe vor der Welt, neben ihr die verwesenden Reste des letzten Singvogels, der rasch verendet war, als man begonnen hatte, ein neues Rattengift anzuwenden.
Das Mädchen starrte in den […]

zusammen.kunft

Samstag, den 29. September 2007

angst und wille treffen sich.
„du kannst nicht immer verlangen, dass sie nur für dich springt. die welt ist so gefährlich. sie sollte alles so lassen, wie es ist. so ist sie wenigstens sicher.“
„sicher im goldenenn käfig. wir beide wollen das beste für sie. also lass sie dich überwinden. wenn sie mich verlässt, wer bleibt mir […]

seil.tanz

Samstag, den 29. September 2007

sie weiß nicht weiter
also weiter wie bisher?
das hoffen, manchmal
fällt es ihr verdammt schwer.
eine chance auf veränderung
hat ein bisschen vom
balancieren auf seilen.
ich hab es nie gelernt.
also übe ich für das
gleichgewicht.
netz und doppelter boden
sind von oben
schwer zu erkennen.
der glaube,
dass sie dennoch da
schafft sicherheit.
auf’s äußerste?
sie läuft bis
zum ende
des regenbogens.
gebt acht.
sie will leben.
~ gewissheit
ist besser.
jede negation
ist einfacher
zu ertragen,
als das […]

kreis.lauf

Samstag, den 29. September 2007

eine woche nun schon
schritt für schritt
ich halte nicht mehr mit.
will vorwärts, neue türen
fallen vor mir zu
wer hat mich verdammt?
wo bin ich jetzt,
wohin gelaufen?
ausgangspunkt
ist endpunkt.
die motivation
entsteht nicht.
aus dem,
was ist,
sondern aus dem,
was sein könnte.
so steh ich
am morgen auf
wenn das licht
noch zu schwach
meinen weg zu zeigen
und zünde
mein herz an.
eine zeit lang
wird’s brennen.
und vielleicht
findet sich
hier und da
noch brennholz.
dann […]

blätter.regen

Donnerstag, den 27. September 2007

seit stunden sehe ich aus dem fenster.
es ist die zeit des wartens, der
ungewissheit.
woher soll ich hoffnung nehmen,
woran noch glauben?
dabei werfen
in wunderschönen farben
die letzten boten der wärme
sich zu boden.
genug herrab geseh‘n.
es ist zeit zu erfahren,
wie die wirkliche welt
ihre kreise zieht.
so stürzen sich
die einfältigen
blätter hinab.
und wissen nicht,
dass es für sie
kein zurück
geben kann.
verrottet im angesicht
der verachtung.
niemand hat es […]