Monatsarchiv für Januar 2008

ad fine

Montag, den 28. Januar 2008

der laute schlussakkord.
kein vorhang fällt.
du stehst auf der bühne.
kein applaus.
keine reaktion.
du hast geglaubt
das stück sei zuende.
kannst keinen text mehr.
wie soll das nur weiter gehen?
du starrst ins publikum.
es starrt zurück.
ab jetzt
musst du das stück
wohl selbst
inszenieren.
~ ich freu mich auf das nächste wochenende. ohne zu wissen, was mich erwartet, einfach vorfreude in der überzeugung es könne eben […]

parapluie

Montag, den 28. Januar 2008

leise brannten worte
dünne narben
in die seele.
dünne pflaster legen sich
bieten
einen kleinen
parapluie
gegen die vergangenheit.
sieh das mädchen.
sie steht
im tiefsten sturme
wankt, stauchelt
sieh
wie die natur
mir ihr spielt,
wie schwach
sie zu sein scheint.
doch sieh nur
das feuer in den augen
das mädchen
hat mehr hoffnung
als diese ganze land.

auf!

Montag, den 28. Januar 2008

auf!
es ist zeit
dass wir aufhören
zu schweigen.
dass wir anfangen
zu schreien.
dass wir
nicht still verneinen
sondern laut protestieren.
auf!
nicht mehr hinzunehmen
und zu hoffen,
die anderen würden’s richten.
es ist zeit für uns
im umbruch der zeiten
zu entscheiden,
wo wir stehen
und was wir
damit bewirken wollen.
auf!

blick.wärts

Montag, den 28. Januar 2008

im regen
ein frösteln
die warmen gedanken
lindern ein wenig.
ich könnte
fluchen,
dass ich schon wieder
hier im regen stehe.
bei dem akuten zustand
ist das nicht unbedingt
förderlich.
laute musik.
die augen geschlossen
der körper schwingt.
die arme.
alles leicht.
im dunkeln
in der geburt
zum licht
ich stör‘
doch niemanden.
also kann ich
es wagen
einfach mal
so ein bisschen nur
schonmal
endlich
zu SEIN.

im prozess

Montag, den 28. Januar 2008

die arme hängen herab.
du hast mich gesehen
als ich ganz unten war.
du hast mich berührt
als ich keinen widerstand
zu bieten in der lage war.
du hast mir wehgetan.
es war dir
nicht einmal bewusst.
und so wird
es bleiben.
nur muss ich
mit der zeit
lernen,
damit umzugehen.
~ ich mach mir gerad gedanken über meine zukunft. nicht, dass ich das nicht oft genug tun würde. eigentlich. […]