Monatsarchiv für April 2008

für einen moment

Dienstag, den 29. April 2008

innerer dialog.
„sag mal, du willst doch etwas loswerden“
„stimmt“
„du, ich hätte eine idee“
„sprich“
„was hälst du von einer neuen?“
„einer neuen?“
„ja, irgendetwas anderes – zwar auch, aber anders.“
„und was bringt mir das?“
„du bist los, was du loswerden wolltest.“
„vom regen in die traufe, vielen dank.“
„so nun nicht, du wärst schließlich frei.“
„wäre ich nicht, kein stück“
„mit dir kann man nicht […]

mathe – eine abrechnung

Montag, den 28. April 2008

ich sitze vor den blättern. sechs weiße, schwarze buchstaben, zeichen, kreise, durchhängende stromkabel und keksfabriken, was will mein herz mehr?
ehrlich gesagt einiges – beispielsweise die fähigkeit zu einer richtigen antwort. nur ist mir die heute irgendwie nicht gegönnt. als die uhr neun schlägt, ist ein viertel liter asiatisches teegetränk in mir verschwunden, wie auch der […]

dort unten

Montag, den 28. April 2008

in mir
ganz dumpf
pocht noch immer
ein untoter glaube.
ganz tief.
dort unten,
wo ich
nicht hinkomme.
weil es
zu dunkel wird
und ich umdrehe.
wenn ich den weg
hinauf hinab
hinauf
laufe
fortwährend
stolpend,
und den kopf
gen himmel
eine jede miene treffe.
dann irr ich wieder
die immergleichen wege.
bis ganz nach unten
ist der weg zu eng.
unter dem titel leben
soll ich’s versuchen.
immer weiter.
irgendwann bis
nach ganz unten
dorthin,
wo auch würmer
fliegen
lernen können.
~ es muss ja. muss vorwärts. […]

überstanden

Montag, den 28. April 2008

das erste mal
und dabei
verplant planlos.
das erste mal
warten
und fühlen wie
die welt erzittert
und der lufthauch
stockt
dabei erstickt
der keim
im verdampften traumbad.
bis irgendwann
ich mit mir selbst
zu reden beginn
in scheinfröhlichen dialogen.
und mich dabei
im kreis dreh
ganz wie immer
und doch
wie
zum ersten mal.
~ ein gespräch. die frage, ob man mit dem ersponnenen zeitdreher irgendetwas ändern würde. nicht viel. das gedankenspiel zielt nur auf die […]

schwierig

Mittwoch, den 23. April 2008

es ist
schwierig mit dem spiegel
mit dem bild
das scheu und voll
von melancholie
dich anblickt.
schwierig wenn
zum lächeln
gezwungene wangen
die augen
zum weinen bringen.
belügst du
dich, machst
das licht aus
doch auch
in der dämmerung
bleibt ein bild
und ebenso
bleibt es
schwierig für dich
zu verstehen
dass blindheit
keine lösung wird.