Monatsarchiv für Januar 2009

fragend

Samstag, den 31. Januar 2009

hassend mit
geschlossene augen
nicht vollkommen
denn ein spalt breit
offen – zu weit
verschließ dich
nicht vor der welt
die dich hellt
verschließ dich
vor dem schmerz denn
niemand kann
sagen gerade du
müsstest ihn tragen
nicht du.

vergiss

Freitag, den 30. Januar 2009

regenstunden in matschigen blatthaufen
bleibe ich kleben, angeekelt, verachtungsvoll
dabei schlingt sich informationsbrei
um mich, in mich
die luft wird knapp
würgend
suche ich nach freiheit
verfluche die vergangenheit
nichts ward besser
unterwerfung lieber untergrund
vergiss!

yesterday

Mittwoch, den 28. Januar 2009

Ich hänge meine Jacke an das Bett. Der Geruch von Zigarettenrauch haftet ihr noch an, kalter Rauch, die Erinnerung an einen Abend, der mich leben ließ.
Morgen wird alles vorbei sein, die Vertrautheit, das Wohlfühlen. Heute ist morgen und ich muss schlafen. Das Fenster bleibt geschlossen, es wäre zu kalt, ich könnte nicht schlafen, der Rauch […]

Lächelnd

Dienstag, den 27. Januar 2009

Ich laufe durch die Stadt. Tag für Tag, scheue Blicke, lächelnd ausweichend, keine Reaktion, keine Regung.
In großen Städten sei die Ignoranz, das Aneinandervorbeileben in völliger Anonymität viel verbreiteter, sagt ein Freund. Manchmal wünsche ich, dass nur einer, nur ein einziger ein Lächeln erwidern würde.
Heute saß ich im Biosupermarktcafé. Schlechter Cappuccino mit Milchschaum aus der Maschine, […]

ehrlich

Montag, den 26. Januar 2009

verbeuge ich mich
vor ihr weiß sie
nichts von meinem tun
ahnt nichts spürt vielleicht
eher nicht sage ich mir
zuzulassen geschätzt
zu werden schaff ich nicht
wenn nicht er
dann ich, dem tod ist’s egal
wen er nimmt
da widerspricht
sie in meinen gedanken.
niemand nimmt uns
an die hand niemand
zeigt uns den weg
manchmal will ich
will dann gehalten
allein gehen
ob halt oder
führer macht
meinen unterschied.